Hallo zusammen,
als hätten wir gestern neue Energie getankt oder wollten bereits jetzt die guten Vorsätze für´s neue Jahr umsetzen, konnte uns die Sonne nicht im Hause halten. So waren wir heute wieder auf einer kleinen Wanderroute unterwegs. Eigentlich wollten wir heute weiter an unserem Thailand-Reiseplan arbeiten, aber das haben wir dann doch auf morgen verschoben. 😉 Das gute und vor allem sonnige Wetter lockte uns einfach hinaus. Unser heutiges Ziel war das Naturschutzgebiet Katzenstein bzw. genauer gesagt eine Rundwanderung von Witten nach Hattingen und wieder zurück.
Die heutige Route hatte auch wieder ca. 8 km, jedoch einige Höhenmeter mehr. Da der Großteil der Wanderung durch den Wald ging und es dort nicht immer feste Wege gab, ist es nicht ratsam die Strecke mit normalen Schuhen zu laufen. Muskelkater für Ungeübte ist ebenfalls garantiert. 😉
Startpunkt war Haus Kemnade – auch Wasserburg Kemnade genannt. 😉 Diese alte Wasserburg lässt von früheren Zeiten träumen. Sie zählt zu den besterhaltendsten Burgen des Ruhrtals. Das historische Gemäuer ist rundherum von Wasser umgeben. Nicht umsonst ist auch ein Standesamt in der Burg integriert – Mädchenherzen schlagen beim Anblick dieser märchenhaften Burg höher. 😀 Aber auch so lockt die Lage und das eingebettete Restaurant so manchen Besucher her. Seht selbst:
Um zum Naturschutzgebiet Katzenstein zu gelangen, wandern wir vom Parkplatz aus links weiter, überqueren die Kreuzung und erreichen den Rundweg A2. Der erste hohe Anstieg (eine leicht versteckte Straße beginnend am „roten Gewerbe“) treibt direkt unseren Blutdruck in die Höhe bis wir den Wald erreichen und rechts in den Rundkurs starten. Wir wandern ein ganzes Stück bergauf durch den Wald und genießen den leicht moderigen Geruch und die Ruhe. Bald errreichen wir eine kleine Bank, von der man einen schönen Blick auf den Kemnader See hat. 🙂
Wie wir gemerkt haben, muss man ein gutes Auge auf die Hinweisschilder im Wald haben, denn ansonsten verlässt man leicht den eigentlichen Weg und muss ein wenig suchen, bis man den Wanderweg wieder erreicht. Aber ein bisschen Abenteuer gehört ja schließlich dazu.
Das anstrengendste Stück ist geschafft und wir erreichen die Burg Blankenstein: http://www.burgblankenstein.de/
Die Burg stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist noch teilweise erhalten. Oft finden hier Veranstaltungen statt, die ebenfalls einen Besuch wert sind. Nach einer kleinen Verschnaufpause am Rehgehege, lassen wir es uns nicht nehmen und klettern die Stufen der Burg empor, um den herrlichen Ausblick zu genießen. Die Mühe hat sich gelohnt!
Nun geht es weiter und wir wandern ein Stück durch Hattingen und bewundern die Häuser, die durch die Hanglage einen tollen Ausblick versprechen, bis wir die Felder erreichen und schon die Pferde auf den Wiesen wiehern hören.
Plötzlich ist Aufruhe in der Herde und bevor wir wirklich sehen, was los ist, hören wir schon schnelle Hufgeräusche die Straße entlang. Ein kleines Pony galoppiert reiterlos über die Straße auf uns zu und intuitiv versuchen wir das Pony zu stoppen. Glücklicherweise bremst es seine Bewegung ab und läuft auf ein Feld, wo wir es tatsächlich einfangen konnten. Kurze Zeit später kommt auch schon ein junges Mädchen angerannt und ist froh, dass nichts weiter passiert ist. Die kleine Ponystute Bella hat im Wald plötzlich „Frühlingsgefühle“ gehabt und wohl beschlossen ihren Weg alleine in Freiheit fortzusetzen. 😉 Glücklicherweise ist aber nichts weiter passiert und Reiterin und Ponydame sind wohlauf, dass wir unseren Weg weiter fortsetzen können. 🙂
Bald erreichen wir wieder den Wald und freuen uns noch eine Weile die nahezu menschenleere Natur für uns zu haben. Hier ist erneut die vollste Aufmerksamkeit geboten, da man die Hinweisschilder nur allzu gut übersehen kann, wie wir wieder einmal feststellen dürfen. Wir erreichen schließlich eine Schafherde und wandern weiter bis wir dann wieder den Katzenstein erreichen und unsere Wanderung am Parkplatz beenden.
Diese Tour ist wiklich traumhaft schön, weil man doch Mitten im Ruhrgebiet einen so wunderschönen Flecken Natur erleben darf. Aber Achtung: Gutes Schuhwerk ist ein muss und die Höhenmeter und das teils unwegsame Gelände machen die Wanderung auch zu einer kleinen sportlichen Herausforderung. Vor allem im Sommer laden aber zahlreiche Bänke und Biergärten zum Verweilen und Ausruhen ein. 🙂